VITA

Marlen Duken

Kostüm- und Bühnenbildnerin.

Ge­bo­ren 1994 in Leer (Ost­fries­land), stu­dierte Büh­nen­ge­stal­tung an der Uni­ver­si­tät für an­ge­wand­te Kunst in Wien und schloss mit Auszeichnung ab. Zudem absolvierte sie nach ei­ner Aus­bil­dung zur Maßschnei­de­rin ein Kos­tüm­de­sign Stu­di­um an der Hochschu­le für an­ge­wand­te Wis­sen­schaf­ten in Ham­burg un­ter der Lei­tung von Rein­hard von der Than­nen. Sie war Sti­pen­dia­tin der Stu­di­en­stif­tung des deut­schen Vol­kes.

Wäh­rend ih­res Stu­di­ums as­sis­tier­te und hos­pi­tier­te sie u.a. an der Staats­oper Ham­burg, dem Tha­lia Thea­ter, der Staats­oper Ber­lin so­wie bei der Pro­duk­ti­on “Pi­que Da­me” un­ter der Re­gie von Hans Neu­en­fels bei den Salz­bur­ger Fest­spie­len. Zu­dem ent­warf sie die Kos­tüm­bil­der zu den Produktionen TRAUMNOVELLE am Staats­thea­ter Braun­schweig, MEDEA auf Kamp­na­gel, IKI.RADIKALMENSCH am Thea­ter Os­na­brück, ELEKTRA am Ber­li­ner En­sem­ble und ZWIEGESPRÄCH, eingeladen zum Theatertreffen 2023, am Burgtheater Wien, un­ter der Re­gie von Rie­ke Süß­kow. Zudem arbeitete sie mit der Regisseurin Kristine Tornquist als Ausstatterin für das Stück DIE PUPPE, welches im Rahmen von Wien Modern gezeigt wurde.

Dukens künstlerische Handschrift ist geprägt von einer naiv-verspielten, oft überzeichneten Farb- und Formensprache. Sie sucht nach Wegen, über stilisierte Kostüme, Räume und bewusst gesetzte Brechungen eine tiefere Wahrheit der Figuren und ihrer Geschichten freizulegen. Besonders interessiert sie das Spannungsfeld zwischen einer schönen Fassade und dem Abgrund, der dahinter lauert. Ihre Entwürfe fragen danach, wie sich durch Zuspitzung und Ästhetisierung das Wesen einer Figur oder eines Inhalts noch klarer erfassen lässt – eine Suche nach Wahrheit im Künstlichen.

Foto: Jacopo Asam